Problem im Stadtbezirk: Viele Ausländer

Dass sich eine Stadtverwaltungen um das subjektive Wohl ihrer Bürger kümmert, wird sicherlich niemand ernsthaft kritisieren wollen. Ganz im Gegenteil, man könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass sich um das Wohlbefinden des Bürgers ernsthafte Sorgen gemacht wird. Ein Fragebogen stellt hierbei ein durchaus praktikables Mittel dar, wenn es darum geht ein zumindest oberflächliches Gefühl dafür zu bekommen, wo man in der eigenen Stadt anpacken müsste, damit sich die Einwohner besser fühlen und angstfrei vor die eigene Tür treten können. Um mit so einem Fragebogen brauchbare Ergebnisse zu erhalten, muss man natürlich die richtigen Fragen stellen – und kann bei dem Versuch ordentlich ins Klo greifen. So geschehen unter anderem in Mannheim, wie der offene Brief des Migrationsbeirates an die dortige Stadtverwaltung zeigt.

Im Einzelnen geht es um folgenden Part:

In dem offenen Brief wird (völlig zu Recht) kritisiert, dass die so gestellte Frage mit der entsprechenden Antwortmöglichkeit feststellt, die Anwesenheit von „vielen Ausländern bzw. Asylbewerbern“ sei ein Problem. Darüber hinaus stellt man die „vielen Ausländern bzw. Asylbewerbern“ in dieser Frage in einen Zusammenhang mit weiteren Problemen wie Müll, Drogen und Kriminalität.

Bei einer Stadt wie Mannheim, die sich als multikulturelle Metropole versteht (und bei jeder anderen Stadt im Übrigen auch), verwundert diese Fragestellung samt der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten schon. Hoch interessant ist für mich persönlich daher die folgende Frage des Migrationsbeirates:

Niemand erwartet ernsthaft, dass die Stadt Mannheim im Falle eines Falles die „vielen Ausländern bzw. Asylbewerbern“ aus der Stadt jagt. Aber die Damen und Herren des Migrationsbeirates sind sicherlich nicht die Einzigen, die einer Erklärung der Stadtverwaltung entgegensehen…

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